· 

Bratislava - Stadtspaziergang Teil 1

 

In den letzten beiden Beiträgen habe ich euch schon so einiges über die abenteuerliche Bootsfahrt mit dem Twin City Liner von Wien nach Bratislava und dem Wanderparadies der kleinen Karpaten erzählt. Nun aber ist es Zeit endlich die slowakische Hauptstadt zu entdecken.

 

Unser Stadtspaziergang dauert einen ganzen Tag und führt uns an alle wichtigen Ecken des alten Bratislava und mit einem kurzen Abstecher über die Donau in den Stadtteil Petrzalka.  In Teil 1 dieses zweiteiligen Beitrages besuchen wir den Martinsdom und den Burghügel, trinken leckere Limonade am alten Markt und blicken über die Dächer der Stadt.

 

Kapuzinerkirche mit der Burg Bratislava im Hintergrund
Kapuzinerkirche mit der Burg Bratislava im Hintergrund

NÖRDLICH DER altstadt

Präsidentenpalast - Palais Grassalkovich

 

Startpunkt ist das Palais Grassalkovich nördlich der Altstadt. Der schönste Palast der Stadt ist zugleich auch Regierungssitz des slowakischen Präsidenten. Im Jahr 1760 im Rokoko Stil erbaut, wurde das Gebäude 2015 durch einen beeindruckenden Brunnen in Form einer Weltkugel ergänzt. Trotz wolkenverhangenem Himmel eine willkommene Abkühlung an diesem heißen Juni Morgen.

 

Wer möchte, kann auch die öffentlich zugängliche Parkanlage besuchen. Wir aber haben ein anderes Ziel.

 

Weltkugelbrunnen vor dem Palais Grassalkovich
Weltkugelbrunnen vor dem Palais Grassalkovich

Stara Trznica - Alte Markthalle

 

Wir folgen der Gasse Postova Richtung Süden und landen am Námestie SNP, dem Platz des Slowakischen Nationalaufstandes wo eine monumentale (aber leicht unheimliche) Figurengruppe im Zentrum des Platzes an den Widerstand gegen die deutschen Besatzer im Jahr 1944 erinnert.

 

Von hier ist es nur ein Katzensprung zur alten Markthalle Stara Trznica, wo neben Obst und Gemüse, Marmeladen und Wein auch hausgemachte Limonade und leckere Backwaren verkauft werden. Kleine Stände mit rot-weiß gestreiften Markisen reihen sich im Inneren der neobarocken Halle aneinander. Ein Schallplattenladen im Retro Stil vor dem Tor und ein kleiner Flohmarkt im Obergeschoss komplettieren das schon fast kitschige Bild.

 

Wir gönnen uns eine Erfrischung und weiter geht’s.

 

Auf dem Weg in die Altstadt

 

Vom Namestie SNP geht es nach Westen, an den Trinitarierkirche und der Kapuzinerkirche vorbei, zu einer, die Autobahn überquerenden Brücke, von wo aus man einen schönen Blick auf die Altstadt-Mauern und den Martinsdom hat. Im Hintergrund erhebt sich der markante Brückenpfeiler der UFO Brücke. Wie überall in Bratislava trifft auch hier die Vergangenheit auf die Moderne.

 

Wir entscheiden uns erst mal für die Vergangenheit und wandern zurück zum Michaeler-Tor, um endlich das enge Gassen Gewirr der Altstadt zu betreten.

 

Blick auf die Stadtmauern und den Martinsdom mit der UFO Brücke im Hintergrund
Blick auf die Stadtmauern und den Martinsdom mit der UFO Brücke im Hintergrund

ÖSTLICHE ALTSTADT

Michalská Brána - Michaelertor

 

Bevor wir durch das einzige, noch existierende, mittelalterliche Stadttor aus dem 14. Jahrhundert schreiten, passieren wir die, vom Erzengel Michael und dem heiligen Nepomuk bewachte Brücke über den einstigen Stadtgraben. Der, im Tordurchgang eingelassene Null-Kilometerstein zeigt die Entfernung Bratislavas zu 29 Hauptstädten Europas an.

 

Auch hier zahlt sich die, am Vortag gekaufte Bratislava Card aus. Wir sparen uns den Eintritt ins Waffenmuseum im Inneren des Torgebäudes. Die Ausstellung zeigt spätmittelalterliche Rüstungen, Schwerter und Kanonen bis hin zu den ersten Handfeuerwaffen, doch wir sind aber eigentlich nur wegen der tollen Aussicht hier.

Von der Terrasse im Obergeschoss des Turmes hat man einen tollen Blick auf die Dächer der Altstadt und den Burghügel.

 

In den Altstadtgassen

 

Von hier aus lassen wir die, von Souvenirläden und Straßencafés gesäumte Touristenmeile Michalska mal links liegen. Stattdessen biegen wir rechts in die hübsche Basteigasse Bastova mit ihren alten Häuserfassaden und Verbindungsbögen ein. Am Ende der Gasse geht es links in die Klariska zum Klarissenkloster dessen eleganter, gotischer Kirchturm sticht mit fein gearbeiteten Ornamenten hervorsticht.

 

Über die Farska gelangen wir in eine weitere, sehr malerische Altstadtgasse. Die Kapitulska führt durch einen der ältesten Teile der Altstadt; viele historische Gebäude reihen sich hier aneinander. Von der baufälligen Bruchbude bis hin zum aufwändig restaurierten Stadthaus ist alles zu sehen.

 

Altstadtgasse Kapitulska
Altstadtgasse Kapitulska

Katedrála svätého Martina - Martinsdom

 

Schließlich erreichen wir das Ziel unseres Ausflugs ins Altstadt Labyrinth: Den Martinsdom. Die Hauptkirche Bratislavas befindet ungewöhnlicherweise nicht mitten im Zentrum der Stadt sondern unterhalb des Burghügels. In den 90er Jahren konnte der Dom nur knapp den Abrissarbeiten für die neue Stadtautobahn entgehen. Das wäre auch sehr schade gewesen - immerhin wurden hier bis 1830 insgesamt elf habsburgische Monarchen mit der ungarischen Stephanskrone gekrönt.

 

 

Mittlerweile ist es kurz nach Mittag und das kleine Café L’Aura mit seinem Antiquitätenladen-Flair schreit geradezu nach einer kleinen Pause. Eine leckere Käseplatte und Nachos mit Dip verleihen uns genug Energie für den Aufstieg zum Burghügel.

 

BRATISLAVER BURG

 

Das Viertel Podhradie östlich der Autobahn wird auch Schlossgrund oder Zuckermantel genannt. Mehrere Wege und Treppen führen von hier hinauf zum Sigmundustor. Hat man dieses erst einmal durchschritten befindet man sich offiziell am Areal der Bratislaver Burg.

 

Mit ihren charakteristischen Türmen diente die stolze Festung als Krönungsstätte des ungarischen Reiches. Noch heute kann man im Museum die Kronjuwelen und Gegenstände des Alltags des Hochadels bewundern.

 

 

Obwohl wir mit der Bratislava Card 20% auf den Eintrittspreis bekommen würden und kühle Burgräume hinter dicken Wänden zur Mittagshitze wirklich verlockend klingen, erkunden wir nur die Gärten rings um das beeindruckende Gebäude. Ein Brautpaar ist gerade dabei epische Fotos zu schießen und wir verziehen uns für eine Weile in den Schatten.

 

Anschließend geht es wieder unter der Autobahn hindurch zurück in die Altstadt und zu Teil 2 unseres Stadtrundganges.

 

Im nächsten Beitrag besuchen wir ein Straßenfest, bewundern moderne Kunst und blaue Kirchen und gönnen uns einen leckeren Cocktail hoch oben im UFO der gleichnamigen Donaubrücke.

 

xoxo

 

 

Trish





* Werbung

Dieser Blogbeitrag ist als Werbung gekennzeichnet, da von mir besuchte Orte, Hotels, Restaurants etc. erwähnt werden. Mögliche Marken-Erkennung in Fotos.

Alle diese Nennungen erfolgen unbezahlt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

patricia.muehlbacher@googlemail.com